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Von Creative Support zu Ad Operations: Meine Arbeit bei Magaloop


Manche beruflichen Stationen entstehen aus einer kleinen Aufgabe und entwickeln sich dann in eine ganz neue Richtung. Meine Zeit bei Magaloop war für mich genau so eine Station.

Ich startete dort im September 2019 zunächst als Freelancerin. Zu Beginn unterstützte ich vor allem bei grafischen Anpassungen, digitalen Werbemitteln und der Aufbereitung von Advertisements. Was als kreative und operative Unterstützung begann, entwickelte sich schnell zu einer deutlich breiteren Rolle im digitalen Marketing.

Magaloop war zu diesem Zeitpunkt ein junges, dynamisches Retail-Tech-Startup in Berlin. Das Unternehmen arbeitete daran, unabhängige Einzelhändler wie Kioske, Spätis, Tankstellen und kleine Märkte digital besser mit Herstellern und Lieferanten zu verbinden. Für mich war das ein spannendes Umfeld, weil es nicht nur um Werbung ging, sondern um ein echtes digitales Produkt mit einer sehr konkreten Zielgruppe.

Nach wenigen Monaten als Freelancerin wurde mir eine Festanstellung angeboten, weil meine Arbeit intern sehr gut ankam und sich meine Aufgaben immer stärker erweiterten. Ich nahm das Angebot an und übernahm zunehmend Verantwortung im Bereich Ad Operations, Kampagnenstrukturierung und Performance Marketing.

Auch wenn die Zusammenarbeit 2020 im Zuge der Pandemie und der wirtschaftlichen Unsicherheit im Startup-Umfeld endete, war Magaloop für mich eine wichtige berufliche Station. Dort konnte ich sehr früh erleben, wie Marketing, Design, Daten, Produktverständnis und operative Umsetzung in einem Startup ineinandergreifen.

Ein Retail-Tech-Startup mit klarer Mission

Magaloop verfolgte eine spannende Idee: kleine und unabhängige Händler sollten digital besser unterstützt werden. Während große Handelsketten längst über professionelle Bestellsysteme, Datenstrukturen und digitale Prozesse verfügten, arbeiteten viele kleine Händler noch sehr analog.

Die Magaloop-App sollte genau hier ansetzen. Sie verband unabhängige Einzelhändler mit Herstellern und Lieferanten und machte Bestellprozesse einfacher, transparenter und digitaler.

Für mich war dieser Kontext besonders interessant, weil die Zielgruppe sehr spezifisch war. Es ging nicht um klassische Online-Shopper oder eine breite Consumer-Zielgruppe, sondern um Händler, die im Alltag wenig Zeit, viel operative Verantwortung und sehr konkrete Bedürfnisse haben.

Das hatte direkte Auswirkungen auf die Marketingarbeit. Kommunikation musste klar, schnell verständlich und praxisnah sein. Kampagnen mussten nicht nur gut aussehen, sondern sofort vermitteln, welchen konkreten Nutzen die Plattform bietet.

Mein Einstieg: Grafiken, Advertisements und digitale Werbemittel

Zu Beginn meiner Tätigkeit unterstützte ich Magaloop vor allem bei der Bearbeitung und Weiterentwicklung von Grafiken und digitalen Werbemitteln.

Dabei ging es unter anderem darum, bestehende Advertisements zu überarbeiten, visuell klarer zu gestalten und für verschiedene digitale Kanäle vorzubereiten. Meine Erfahrung in Design, Motion und visueller Kommunikation half mir dabei sehr, weil ich Werbemittel nicht nur technisch, sondern auch gestalterisch und kommunikativ betrachten konnte.

Ein gutes Advertisement muss nicht einfach nur „schön“ sein. Es muss schnell verstanden werden, zur Zielgruppe passen, den Nutzen klar transportieren und im jeweiligen Format funktionieren. Gerade bei digitalen Kampagnen entscheidet oft schon der erste Eindruck darüber, ob jemand weiterliest, klickt oder abspringt.

Diese Arbeit war für mich der Einstieg in eine breitere Rolle. Aus einzelnen grafischen Aufgaben wurden nach und nach Fragen der Kampagnenlogik, der Ausspielung, der Performance und der technischen Umsetzung.

Aufbau und Weiterentwicklung von Ad Operations

Mit der Zeit übernahm ich zunehmend Aufgaben im Bereich Ad Operations. Dabei ging es darum, digitale Kampagnen nicht nur kreativ vorzubereiten, sondern sie auch technisch sauber aufzusetzen, zu strukturieren und zu optimieren.

Ich arbeitete an der Planung, Umsetzung und Optimierung programmatischer Kampagnen mit Fokus auf KPI-basierte Zielerreichung. Dazu gehörten Kampagnen-Setups, Budgetsteuerung, Tracking, technische Betreuung von Marketing-Tools und die kontinuierliche Analyse der Performance.

Besonders spannend war für mich, dass vieles noch im Aufbau war. In einem Startup gibt es nicht immer fertige Prozesse, klare Strukturen oder perfekte Systeme. Man muss Dinge ausprobieren, verbessern, dokumentieren und immer wieder neu anpassen.

Genau das hat mir gelegen. Ich konnte nicht nur Aufgaben ausführen, sondern mitdenken, strukturieren und dazu beitragen, dass Ad Operations als funktionaler Bereich professioneller wurde.

Kampagnenentwicklung und Performance-Optimierung

Ein zentraler Teil meiner Arbeit lag in der Entwicklung und Umsetzung digitaler Kampagnen.

Dabei ging es um die Frage, wie Magaloop seine Zielgruppe effektiv erreichen kann. Unabhängige Händler haben andere Bedürfnisse als klassische Endkund:innen. Sie denken praktisch, zeitlich knapp und stark nutzenorientiert. Deshalb mussten Kampagnen klar kommunizieren, warum die Plattform relevant ist und welchen konkreten Vorteil sie im Arbeitsalltag bietet.

Ich unterstützte bei der strategischen Mediaplanung, bei der Strukturierung von Kampagnen und bei der laufenden Optimierung. Dabei spielte die Analyse von Kampagnendaten eine wichtige Rolle: Welche Zielgruppen reagieren? Welche Botschaften funktionieren? Welche Kanäle bringen sinnvolle Ergebnisse? Wo entstehen Streuverluste? Und welche Anpassungen können die Conversion Rate verbessern?

Auch A/B-Tests gehörten zu diesem Denkansatz. Unterschiedliche Creatives, Botschaften oder Kampagnenstrukturen können im Ergebnis große Unterschiede machen. Für mich war Magaloop eine wichtige Station, um stärker zu verstehen, wie eng Creative, Targeting, Timing und Performance miteinander verbunden sind.

Schnittstelle zwischen Design, Marketing, Produkt und Vertrieb

Bei Magaloop arbeitete ich an einer typischen Startup-Schnittstelle: zwischen Design, Marketing, Produktlogik, Vertrieb und technischer Umsetzung.

Gerade weil die Zielgruppe so spezifisch war, musste Marketing sehr nah an der Realität der Nutzer:innen bleiben. Ein Kioskbesitzer oder eine Späti-Betreiberin interessiert sich nicht für abstrakte Plattform-Versprechen. Entscheidend ist: Spart mir das Zeit? Bekomme ich bessere Konditionen? Wird mein Bestellprozess einfacher? Hilft mir das im Alltag?

Diese Perspektive war wichtig für die Entwicklung von Werbemitteln, Kampagnenbotschaften und digitalen Touchpoints. Ich habe gelernt, Marketing nicht nur aus Sicht der Marke zu denken, sondern sehr konkret aus Sicht der Menschen, die das Produkt tatsächlich nutzen sollen.

Diese Erfahrung hat mein heutiges Profil stark geprägt. Denn genau hier verbinden sich Creative Strategy, Performance Marketing und User Understanding: Eine Kampagne funktioniert nur dann wirklich, wenn sie nicht nur gut aussieht, sondern eine relevante Botschaft im richtigen Kontext vermittelt.

Startup-Dynamik, Eigenverantwortung und Lernkurve

Die Arbeit bei Magaloop war geprägt von Startup-Dynamik. Vieles veränderte sich schnell, Entscheidungen mussten pragmatisch getroffen werden und neue Aufgaben entstanden oft direkt aus dem Tagesgeschäft.

Für mich war das eine sehr lehrreiche Phase. Ich musste mich schnell in neue Themen einarbeiten, technische Zusammenhänge verstehen, kreative Aufgaben übernehmen und gleichzeitig analytisch auf Kampagnenperformance schauen.

Diese Mischung aus Geschwindigkeit, Eigenverantwortung und Aufbauarbeit hat mir geholfen, mein Profil weiterzuentwickeln. Ich war nicht auf eine einzige Aufgabe begrenzt, sondern konnte verschiedene Perspektiven miteinander verbinden: Gestaltung, Kampagnenlogik, Performance, technische Umsetzung und Prozessdenken.

Gerade rückblickend war diese Station wichtig, weil sie mir gezeigt hat, dass ich mich schnell in neue Systeme und Märkte einarbeiten kann — auch dann, wenn noch nicht alles fertig strukturiert ist.

Das Ende der Zusammenarbeit im Pandemie-Kontext

Die Zusammenarbeit mit Magaloop endete 2020 im Zuge der Corona-Pandemie und der damit verbundenen wirtschaftlichen Unsicherheit im Startup-Umfeld.

Gerade junge Unternehmen standen damals vor großen Herausforderungen. Budgets wurden überprüft, Teams verkleinert und viele Strukturen mussten kurzfristig angepasst werden. Für mich war das natürlich kein leichter Moment, aber fachlich bleibt Magaloop eine wichtige Station in meiner Entwicklung.

Ich nehme aus dieser Zeit vor allem mit, wie wertvoll Aufbauarbeit ist. Ich konnte in kurzer Zeit viel lernen, Verantwortung übernehmen und dazu beitragen, digitale Kampagnen und Ad-Operations-Strukturen weiterzuentwickeln.

Was ich aus Magaloop mitgenommen habe

Rückblickend war Magaloop für mich eine Station, in der ich den Übergang von kreativer Umsetzung zu stärker performance- und operationsorientiertem Marketing erlebt habe.

Ich begann mit Grafiken und digitalen Werbemitteln und entwickelte mich Schritt für Schritt tiefer in Richtung Ad Operations, Kampagnenstrukturierung und Performance-Optimierung. Diese Entwicklung war für mich sehr wertvoll, weil sie mein Profil erweitert hat: weg von reinem Design oder Content, hin zu einem stärkeren Verständnis für Kampagnenlogik, Daten, Tools und technische Umsetzung.

Magaloop hat mir gezeigt, dass gutes Marketing nicht aus einzelnen Disziplinen besteht. Es entsteht dort, wo Gestaltung, Strategie, Zielgruppenverständnis, Performance und operative Umsetzung zusammenspielen.

Diese Erfahrung begleitet mich bis heute. Sie ist ein wichtiger Teil meiner Positionierung als Marketing Managerin, Creative Strategist und performance-orientierte Content- und Kampagnenmanagerin.

Denn genau dort sehe ich meine Stärke: Ich kann kreative Ideen entwickeln, digitale Werbemittel gestalten, Kampagnen operativ mitdenken und Performance-Daten nutzen, um Kommunikation besser und wirksamer zu machen.