Mein Weg als Content Managerin bei FiveTeams: UX, SEO und Conversion im Recruiting-Kontext


Manche beruflichen Stationen wirken rückblickend wie ein Knotenpunkt: verschiedene Fähigkeiten, Interessen und Arbeitsweisen kommen zusammen und formen eine klarere Richtung. Meine Zeit als Content Managerin bei FiveTeams war genau so eine Station.
FiveTeams war eine digitale Recruiting-Plattform mit einem modernen Ansatz: Talente sollten nicht nur aktiv nach Jobs suchen, sondern entlang ihrer Wünsche, Motive und Karriereziele von Unternehmen gefunden werden können. Für mich war das ein spannendes Umfeld, weil Content hier nicht einfach nur „Text“ war. Content war Teil der User Experience, Teil der Produktkommunikation und Teil der Conversion-Strategie.
Zu FiveTeams kam ich ursprünglich als Freelancerin über die Technische Universität Berlin. Ich wurde angefragt, um die beiden Gründer in den Bereichen Marketing, Content und strategische Kommunikation zu unterstützen. Geplant war die Zusammenarbeit zunächst für sechs Monate — mit dem Ziel, die Plattform kommunikativ weiterzuentwickeln, Inhalte aufzubauen und die Marketingstrategie mitzugestalten.
Aus dieser ursprünglich befristeten Zusammenarbeit wurde jedoch mehr: Nach Ablauf der ersten sechs Monate entschieden sich die Gründer, meine Unterstützung weiterhin in Anspruch zu nehmen. Für mich war das ein starkes Zeichen dafür, dass meine Arbeit nicht nur operativ entlastet, sondern auch strategisch Wirkung gezeigt hatte.
Die Rolle passte genau an die Schnittstelle, an der ich mich beruflich weiterentwickeln wollte: SEO Content, UX-orientierte Webtexte, Microcopy, Landingpages, User-Flows und digitale Touchpoints entlang des Funnels.

Content als Schnittstelle zwischen Marke, Produkt und Nutzerführung
Meine Arbeit bei FiveTeams ging weit über klassische Texterstellung hinaus. Natürlich gehörten Webtexte, Blogartikel und SEO-Inhalte zu meinen Aufgaben. Aber besonders spannend war für mich die Frage: Wie führt Content Nutzer*innen durch ein digitales Produkt?
Dabei ging es um Klarheit, Vertrauen und Orientierung. Gerade im Recruiting-Kontext müssen Inhalte schnell verständlich sein. Nutzer*innen wollen wissen:
- Was bringt mir diese Plattform?
- Wie funktioniert sie?
- Warum sollte ich mich registrieren?
- Was passiert mit meinen Daten?
- Und warum ist dieses Angebot besser oder passender als andere Lösungen?
Diese Fragen lassen sich nicht allein mit schönen Formulierungen beantworten. Sie brauchen eine klare Seitenstruktur, verständliche CTAs, gut platzierte Microcopy und ein Gespür dafür, an welcher Stelle Nutzer*innen welche Information benötigen.
Genau hier lag einer meiner Schwerpunkte: UX-orientierte Inhalte zu entwickeln, die nicht nur informieren, sondern Handlung erleichtern.
UX Writing, Microcopy und Conversion
Ein wichtiger Teil meiner Arbeit war die Erstellung und Optimierung von UX-orientierten Webtexten, Microcopy und digitalen Content-Komponenten. Dazu gehörten unter anderem Headlines, CTAs, kurze Erklärungstexte, UI-nahe Formulierungen und Seitenmodule.
Microcopy wirkt auf den ersten Blick klein, ist aber oft entscheidend. Ein Button, eine Fehlermeldung, eine Zwischenüberschrift oder ein kurzer Hinweis kann darüber entscheiden, ob jemand weitermacht oder abspringt. Deshalb habe ich Inhalte nicht isoliert geschrieben, sondern immer im Kontext der Nutzerführung betrachtet.
Mein Fokus lag dabei auf drei Fragen:
- Ist der nächste Schritt verständlich?
- Ist der Nutzen klar?
- Fühlt sich die Interaktion einfach und vertrauenswürdig an?
Gerade bei Landingpages und Conversion-orientierten Seitenstrukturen war das besonders wichtig. Es ging nicht darum, möglichst viel zu erklären, sondern die richtige Information im richtigen Moment zu geben.
SEO Content mit strategischem Anspruch
Neben UX und Conversion spielte SEO eine zentrale Rolle. Für FiveTeams entstanden Inhalte rund um Karriere, Recruiting, HR-Themen, Bewerbung, Gehalt, Remote Work, Employer Branding und verwandte Themenfelder.
Ein Teil dieser Inhalte ist weiterhin im Karriere-Ratgeber und in der HR Knowledge Base sichtbar. Dort finden sich unter anderem Artikel und Glossar-Beiträge zu Themen wie Candidate Experience, Employer Branding, People Analytics, Personalmarketing, Talentpool oder Time to Hire. Das zeigt gut, wie breit der Content-Ansatz angelegt war: nicht nur kurzfristige Blogposts, sondern ein strukturierter Wissensbereich mit langfristigem SEO-Potenzial.
Für mich bedeutete SEO Content nie nur Keyword-Optimierung. Gute SEO-Inhalte müssen auffindbar sein, aber sie müssen auch lesbar, hilfreich und markenkonform bleiben. Besonders im B2B- und HR-Kontext reicht es nicht, Suchbegriffe unterzubringen. Inhalte müssen Vertrauen aufbauen, Expertise zeigen und gleichzeitig verständlich bleiben.
Meine Aufgabe war es daher, Themen so aufzubereiten, dass sie sowohl für Suchmaschinen als auch für reale Leser*innen funktionieren: klar strukturiert, fachlich greifbar und nah an den Fragen der Zielgruppe.



Landingpages, CTAs und digitale Touchpoints
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Konzeption und Optimierung von Landingpages, CTAs und User-Flows. Dabei habe ich mich intensiv damit beschäftigt, wie Seiten aufgebaut sein müssen, damit Nutzer*innen schnell verstehen, was angeboten wird und warum es relevant ist.
Das bedeutete:
- Welche Headline bringt den Nutzen auf den Punkt?
- Welche Informationen gehören nach oben?
- Wo braucht es Vertrauenselemente?
- Wann ist ein CTA sinnvoll?
- Welche Formulierung senkt Reibung?
- Und wo wird die Seite unnötig kompliziert?
Diese Arbeit hat mein Verständnis von Content stark geprägt. Content ist nicht nur ein Kommunikationsmittel, sondern ein funktionaler Bestandteil digitaler Produkte. Gute Inhalte schaffen Orientierung, reduzieren Unsicherheit und verbessern die Interaktion.
Zusammenarbeit mit Gründern, Produkt und Development
Besonders wertvoll war die direkte Zusammenarbeit mit den beiden Gründern und dem Development. FiveTeams war zu diesem Zeitpunkt ein junges Startup, in dem viele Themen parallel aufgebaut wurden. Dadurch war meine Rolle deutlich breiter als klassisches Content Management.
Ich war nicht nur für Texte und SEO-Inhalte zuständig, sondern auch für viele marketing- und designbezogene Aufgaben: von Website-Content über Landingpages, Microcopy und User-Flows bis hin zu Social-Media-Grafiken, visuellen Content-Formaten und der Weiterentwicklung bestehender Design-Templates.
Gerade diese Kombination aus Strategie und Umsetzung hat die Arbeit besonders spannend gemacht. Es gab kein großes Marketing- oder Designteam im Hintergrund. Viele Ideen wurden direkt zwischen den Gründern und mir abgestimmt, anschließend von mir konzipiert, textlich ausgearbeitet, visuell angepasst und für die jeweiligen Kanäle vorbereitet.
Dabei ging es nicht darum, Design nur „schöner“ zu machen. Entscheidend war, die Kommunikation klarer, professioneller und nutzerfreundlicher zu gestalten. Bestehende Canva-Vorlagen oder erste visuelle Ansätze habe ich aufgegriffen, weiterentwickelt und subtiler auf die Marke abgestimmt. Ziel war es, einen konsistenteren Auftritt zu schaffen, der besser zur Plattform, zur Zielgruppe und zur Tonalität von FiveTeams passte.
Wenn ein digitales Interface oder ein Marketing-Asset nicht funktioniert, liegt das Problem nicht immer an der Technik oder am Layout. Manchmal ist die Botschaft unklar. Manchmal fehlt Kontext. Manchmal ist der CTA zu vage. Manchmal verstehen Nutzer*innen den nächsten Schritt nicht. Genau an dieser Schnittstelle habe ich gearbeitet: zwischen Produktlogik, Nutzerbedürfnis, Markenstimme, Design und technischer Umsetzung.
Diese Schnittstellenarbeit ist bis heute ein zentraler Teil meines Profils. Denn genau dort wird aus Content mehr als Text: Content wird zu Strategie, Nutzerführung und Markenkommunikation.








CMS, Webflow, WordPress und operative Umsetzung
Neben Konzeption und Textarbeit gehörte auch die Pflege und Weiterentwicklung von Webinhalten in CMS-Systemen zu meinen Aufgaben, unter anderem in Webflow und WordPress.
Das war wichtig, weil Content dadurch nicht abstrakt blieb. Ich habe nicht nur Texte geschrieben, sondern sie auch im digitalen Kontext gesehen: im Layout, im Seitenfluss, in Modulen, mit visuellen Elementen und technischen Begrenzungen.
Diese operative Nähe hat mein Verständnis dafür geschärft, wie Content in der Praxis funktioniert. Ein Text kann auf dem Papier gut sein und im Interface trotzdem nicht funktionieren. Erst im Zusammenspiel mit Design, Struktur und Nutzerführung zeigt sich, ob ein Inhalt wirklich trägt.
Testing und Optimierung von Frontend-Komponenten
Ein weiterer Teil meiner Arbeit bestand in der Analyse und dem Testing von Frontend-Komponenten. Dabei ging es darum, Optimierungspotenziale zu identifizieren: Welche Elemente funktionieren gut? Wo entstehen Brüche? Welche Inhalte sind unklar? Wo könnte die Nutzerführung verbessert werden?
Diese analytische Perspektive war für mich besonders wichtig, weil sie Kreativität mit Performance verbindet. Gute digitale Kommunikation entsteht nicht nur aus Bauchgefühl. Sie braucht Hypothesen, Tests, Auswertung und die Bereitschaft, Inhalte weiterzuentwickeln.
Gerade diese Verbindung aus kreativem Denken und datenorientierter Optimierung ist ein Bereich, in dem ich mich heute weiter positioniere: als Creative Strategist, Marketing Managerin und SEO Content Managerin mit Verständnis für UX und Conversion.
Was ich aus meiner Zeit bei FiveTeams mitgenommen habe
Meine Zeit bei FiveTeams hat mir gezeigt, wie stark Content die Qualität eines digitalen Produkts beeinflussen kann. Texte sind nicht nur Begleitmaterial. Sie prägen, wie Menschen ein Produkt verstehen, wie sie sich durch eine Website bewegen und ob sie einer Marke vertrauen.
Ich habe dort gelernt, Inhalte strategischer zu denken: nicht nur als einzelne Artikel, Posts oder Seiten, sondern als Teil eines größeren Systems aus Marke, Funnel, SEO, Produktkommunikation und User Experience.
Genau diese Perspektive begleitet mich bis heute. Ich sehe Content nicht als isolierte Disziplin, sondern als Verbindung zwischen Strategie, Kreativität, Struktur und Performance.
Für mich war FiveTeams deshalb mehr als eine Station im Lebenslauf. Es war ein wichtiger Schritt hin zu dem Profil, das ich heute weiter ausbaue: Creative Strategy, SEO Content, UX Writing und digitales Marketing mit einem klaren Fokus auf Wirkung.



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